Hervorgehobener Beitrag

Initiative gegen die L4n

Der Regionalplan Ruhr, der am 27.08.2018 als Entwurf veröffentlicht wurde, sieht als eine neue Landstraße die L4n vor, deren Trasse von der B8 bis zur Hünxer Str. und weiter bis zur A 3 führt.

Obwohl mit den Straßen „Tenderingsweg“ und „Schwarzer Weg“ eine Wegeverbindung von B 8 bis Hünxer Str. bereits heute zur Verfügung steht und diese auch seit Jahren und Jahrzehnten von Kraftfahrzeugen genutzt wird, ist die L4n entlang der nördlichen Dinslakener Stadtgrenze durch unser Naherholungsgebiet, über Wiesen, Felder und durch Wälder geplant.

Damit zerstört die L4n

  • unser Naherholungsgebiet an den Tenderingsseen
  • unsere Umwelt
  • unsere Natur
  • unsere saubere Luft
  • unsere Wohn- und Lebensqualität

und die L4n

  • belastet unsere Gesundheit.

Die geplante Umweltzerstörung hat Irina Blaszczyk und Susanne Tackenberg veranlasst, die Initiative gegen die L4n ins Leben zu rufen.

Die Initiative gegen die L4n sagt NEIN – ZU DIESER TRASSENFÜHRUNG!

Irina Blaszczyk und Susanne Tackenberg stehen für die Initiative gegen die L4n und werden alles daransetzen, die im Regionalplan Ruhr geplante Trasse der L4n zu verhindern. Sie fordern Ausbau statt Neubau von Straßen!

Zum Erfolg, so sagen beide, brauchen wir die Beteiligung vieler Menschen und wünschen uns vor allem deren Unterstützung.

Irina Blaszczyk und Susanne Tackenberg

Für die Initiative gegen die L4n

Stop L4n traf sich mit der Bürgeisterin Michaela Eislöffel

Für die Bürgerinitiative StopL4n haben Frau Irina Blaszczyk und Frau Susanne Tackenberg am 14.01.2021 ein Gespräch mit Frau Bürgermeisterin Michaela Eislöffel geführt.

Sie hat sich viel Zeit für StopL4n genommen, so dass sich ein gutes und informatives Gespräch mit fairem Austausch entwickeln konnte, in dem die aktuelle Situation erörtert wurde.

Frau Eislöffel zeigte sich äußerst interessiert. Stop L4n hat den Eindruck gewonnen, dass Frau Eislöffel dem Anliegen von StopL4n zum Erhalt des Naherholungsgebietes sehr aufgeschlossen gegenübersteht.

Protokoll der vierten Sitzung Dialogforum L4n

Liebe Mitstreiter*innen,
auf Grund der Corona Pandemie und der damit verbundenen Schutzverordnung, konnte das Dialogforum weder einen geplanten Ortstermin, noch eine Präsenssitzung abhalten.
Nach nunmehr einem Jahr Pause traf sich das Dialogforum am 03.12.2020 zu einer Online-Sitzung.
Nachfolgend kann das Sitzungsprotokoll sowie die Rahmenpräsentation der 4. Sitzung herunterladen werden:

Protokoll der zweiten Sitzung Dialogforum L4n

Liebe Mitstreiter*innen, Betroffene und Interessierte,
das Dialogforum hat am 04.07. 2019 mit der ersten Sitzung seine Arbeit aufgenommenen.
Zwei weitere Sitzungen am 23.09.2019 sowie am 04.11.2019 vervollständigen die Treffen für das Kalenderjahr 2019.
Von den ersten beiden Sitzungen liegen öffentliche Protokolle vor. Das Protokoll der dritten Sitzung wird voraussichtlich im Januar veröffentlicht.
Wir stellen die Sitzungsprotokolle und dazugehörige Präsentationen als PDF Datei zur Verfügung.
Ebenso gibt es die Möglichkeit, die Protokolle als Download von den Seiten der Stadt Dinslaken und der Gemeinde Hünxe zu beziehen.
Danke für das Interesse und das Vertrauen in unsere Arbeit,
Irina Blaszczyk und Susanne Tackenberg für StopL4n – die Initiative gegen die L4n

Gastbeitrag: Die L4n und der Klimawandel

Trotz Klimawandel und Artensterben weiter Straßen zu bauen und Landschaftsschutzgebiete zu zerstören, erscheint vielen Einwohnern aus Hünxe und Dinslaken absurd.

Die Fakten:

Klimawandel und Artensterben haben es geschafft, die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit zu erreichen. 71 Prozent der Deutschen sehen den Klimawandel als größte Bedrohung für die Zukunft.

Der UN Klimarat gibt uns noch 10 Jahre für einschneidende Maßnahmen, um die Erderwärmung nicht vollends in einer Katastrophe enden zu lassen. Gravierende Auswirkungen sind bereits jetzt kaum mehr Aufzuhalten.

Die Dürre in Deutschland 2018 zeigte bereits in welche Richtung es geht: Es entstanden durch Ernteausfälle in der Landwirtschaft, Ertragseinbußen in der Industrie und Abschaltung von Kraftwerken Kosten im Milliardenbereich.

In NRW ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 mancherorts um bis zu 80 Prozent zurückgegangen, 56% weniger Vögel sind in unserem Bundesland unterwegs. Klimawandel und Artensterben stehen in direktem Bezug zueinander und verstärken sich gegenseitig.

In Nordrhein-Westfalen aber sehen Landesregierung und manche Kommunen keinen anderen Weg dem wachsenden Verkehrsaufkommen zu begegnen, als neue Straßen zu bauen, weitere Flächen zu versiegeln und Ökosysteme zu zerstören.

Und das obwohl ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 auf das Konto des Verkehrs geht. Der überwiegende Teil davon stammt aus den Abgasen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Die vom Verkehr produzierten CO2-Emissionen steigen weiterhin ungebremst an.

Und das obwohl Expertengruppen wie z.B. der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums oder der oberste Wirtschaftsweise der Bundesregierung zu einer Verringerung des Straßenverkehrs zugunsten eines Ausbaus des Nahverkehrs raten.

Das Verkehrsministerium NRW scheint die Ratschläge dieser Experten zu ignorieren. Es verweist darauf, dass Klimaschutz über die Einführung neuer Antriebstechnologien geschehen sollte. Ein solche Verschiebung des Klimaschutzes auf die die Zukunft wird jedoch nicht reichen.

Auch Elektroautos müssen gebaut werden und verbrauchen dabei Ressourcen. Der durchgerechnete Klima-Vorteil eines 3 Tonnen Elektro-SUV ist bescheiden. Bei ungebremsten Wachstum des Verkehrsaufkommens werden diese Vorteile in der Gesamtbilanz schnell zunichte gemacht.

Es ist also Zeit nicht nur über das Konzept einer “Verkehrswende“ zu sprechen, sondern auch danach zu handeln. Auf kommunaler Ebene, auf Landesebene, auf Bundesebene, weltweit.

Wir müssen in neue Technologien und Verkehrskonzepte investieren, um unsere Probleme zu lösen, und sie nicht weiter verschärfen. Es geht nicht um romantische Idealvorstellungen sondern um wirtschaftlich rationales Handeln.

Ein Beispiel zeigt den Zustand des Nahverkehrssystems in der Region: Um mit Bus und Bahn von Dinslaken Bruch nach Wesel zu kommen brauche ich über eine Stunde, je nach Tageszeit im Ein-Stunden Takt. Mit dem Auto benötige ich für die gleiche Strecke circa 20 Minuten.

Statt weiter Geld in den Straßenbau zu stecken müssen neue Nahverkehrskonzepte wie z.B. Ridesharing und Anrufbusse gefördert werden. Es existieren bereits sehr erfolgreiche Pilot-Projekte z.B. myBUS in Duisburg oder Berlkönig in Berlin. Statt weiter den Autoverkehr zu fördern muss die Möglichkeit geschaffen werden, das Auto stehen zu lassen und den Nahverkehr zu benutzen. Und dazu muss der Nahverkehr bequem, effizient und kostengünstig werden.

Ja, das wird teuer. Aber mit Sicherheit billiger als die Auswirkungen eines ungebremsten Klimawandels auf die deutsche Industrie und Landwirtschaft, auf das gesamte Bruttoinlandsprodukt.

PS: Den Start des Dialogprozesses zu Planung der L4n empfinde ich als sehr enttäuschend. Die Aussage des Verkehrsministeriums, dass die Straße in jedem Fall gebaut wird, lässt wenig Raum für einen ernsthaften Dialog.

Meiner Meinung nach ist es relativ egal, ob die Straße ein paar Meter weiter rechts oder links gebaut wird. Die Auswirkungen auf die Umwelt und die Anwohner werden auf beiden Seiten annähernd die gleichen sein.

Ich finde es ebenso schade, dass die Bewohner von Hünxe und Dinslaken hier so wenig zusammenfinden. Nur ein gemeinsamer Protest kann Erfolg haben.

Spätestens bei der nächsten Kommunal- und Landtagswahl!

Tomás Cabral, Dinslaken

Quellen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/rhein-niedrigwasser-basf-machte-2018-23prozent-weniger-gewinn-16060586.html
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrre_und_Hitze_in_Europa_2018#Auswirkungen https://www.zdf.de/nachrichten/heute/hitze-und-duerre-in-deutschland-100.html https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-07/duerre-landwirtschaft-joachim-rukvied-bauernverbandannalena-baerbock
https://www.tagesschau.de/ausland/umfrage-klimawandel-pew-101.html
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/studie-oekobilanz-pkwantriebe-2018/
https://www.mdr.de/wissen/permafrost-eisflaeche-mehr-kosten-durch-klimawandel-100.html https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs#textpart-2

Auftaktveranstaltung zum Dialogforum

Liebe Mitstreiter*innen, 
in der Auftaktveranstaltung zum Dialogforum L4n, am 13.05.2019 wurde neben der Vorstellung aller beteiligten Gruppen, Verbände und Initiativen durch Herrn Dr. Bohne und die Ziehung der beteiligten Bürger per Los, durch die Bürgermeister aus Hünxe und Dinslaken, von Herrn Christoph Jansen, Straßenbauingineuer des Landes, die planerische Vorgehensweise zur Trassenfindung der L4n vorgestellt. 
Die folgenden Bilder sollen einen Überblick verschaffen. 
Die Initiative gegen die L4n 
Irina Blaszczyk und Susanne Tackenberg